Inventur

    Wenn Sie zählen, was tatsächlich im Lager liegt, und das mit dem abgleichen, was Ihre Buchhaltung oder Ihr System sagt, sehen Sie, wo beides abweicht. Sie finden den Grund heraus und korrigieren die Bestände. Dieses Zählen nennt man Inventur, im Lager auch Bestandszählung.

    Es gibt zwei Wege. Bei der Stichtagsinventur wird alles auf einmal gezählt, meist zum Jahresende, und oft ruht dafür der Betrieb ein, zwei Tage. Bei der permanenten oder zyklischen Inventur zählen Sie täglich oder wöchentlich ein paar Lagerplätze oder Artikel, sodass jeder Artikel mehrmals im Jahr gezählt wird und der Betrieb nie stillsteht.

    Die meisten Differenzen haben banale Ursachen: ein Artikel am falschen Platz, eine Retoure, die niemand gebucht hat, eine doppelt gescannte Entnahme. Die Ursache zu finden ist wichtiger, als die Zahl zu korrigieren, sonst klafft dieselbe Lücke im nächsten Monat wieder.

    Welches Verfahren das Finanzamt anerkennt, hängt von Ihrem Betrieb ab; fragen Sie Ihren Steuerberater.

    In der Praxis

    Das System eines Feinkostladens meldet 12 Flaschen Olivenöl, im Regal stehen 9. Die Zählung zeigt: Drei Flaschen sind bei einer Lieferung zu Bruch gegangen und ungebucht entsorgt worden. Der Bestand wird korrigiert, und der Laden bucht Bruch künftig am selben Tag.

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